
"Texte" werden in der Informationstechnik heute stets als lineare
Sequenzen von gleichberechtigten Bytes verwaltet. Das führt leicht zu
technischen Unklarheiten bei der Verarbeitung von Texten, die häufig
von konzeptionellen Unkarheiten reflektiert werden.
Beispielsweise wird bei XML-kodierten Texten nicht wirklich sauber
zwischen den Zeichen unterschieden, die die Information tragen und denen
die als Metainformation diese beschreiben.
Vorschlag: Texte bestehen aus bedeutungstragenden Codes, deren jeder einen
Punkt in einem n-dimensionalen "Interpretationsraum" definiert.
Gesucht ist auf der nüchternen, softwaretechnischen Ebene, ein Datentyp
"Text", der handwerklich auf der Ebene der heutigen Stringklassen
moderner Programmiersprachen verwendet werden kann und konzeptuell
auf der eben vorgeschlagenen Interpretation aufsetzt.
(Ohne Erläuterungen wahrscheinlich nur bedingt aussagekräftige) Seiten
zu einem Vortrag darüber finden Sie hier.
Status: Eine Arbeit mit dem Ziel einer vereinfachenden
Basisimplementation wurde vergeben und wird derzeit bearbeitet.
Weitere Arbeiten sollten auf dem durch diese Arbeit Geleisteten aufbauen;
die Vergabe ist ab Februar 06 möglich.
Gesucht ist ein Bildformat, das es erlaubt:
a) Eine Beschreibung des Bildes als Ganzem so in einem heute gängigen
Bildformat zu speichern, dass eine semantische Beschreibung des Bildes
in diesem enthalten und Teile der Beschreibung Teilbereichen des Bildes
zugeordnet sind.
Das solcherart modifizierte Bildformat muss durch Standardsoftware
bearbeitbar bleiben.
b) Es ist jedoch gleichzeitig eine Lösung zu finden, die es erlaubt
die semantischen Beschreibungen mit einem GUI auf Bildsegmente zu beziehen
und mit einem spezilaisierten Viewer auch sinnvoll sichtbar zu machen.
c) Es wird ferner ein Satz von Methoden (im Sinne der objektorientierten
Programmierung) gesucht, das es ermöglicht, das Bild daraufhin zu befragen,
ob eine Kombination semantischer und topologischer Bedingungen zutrifft.
(Enthält das Bild einen als "Baum" gekennzeichneten Bildteil, der in
etwa rechts neben einem als "Haus" gekennzeichneten Bildteil liegt?
Status: Eine Arbeit mit dem Ziel einer vereinfachenden
Basisimplementation wurde vergeben und wird derzeit bearbeitet.
Weitere Arbeiten sollten auf dem durch diese Arbeit Geleisteten aufbauen;
die Vergabe ist ab Februar 06 möglich. Es ist davon auszugehen, dass die
nächste hier zu vergebende Arbeit sich mit einer Vertiefung der semantischen
Beschreibungen, etwa im Sinne des CRM, beschäftigen wird.
Gesucht ist ein Bildformat, das es erlaubt:
a) Einen Satz von Teilaufnahmen des selben Objektes in unterschiedlichen
Auflösungen in einer einzelnen Bilddatei zu speichern.
Das solcherart modifizierte Bildformat muss durch Standardsoftware
bearbeitbar bleiben.
b) Es ist jedoch auch ein Viewer bereitzustellen, der es erlaubt beliebige
Ausschnitte des logischen Gesamtbildes - also auch solche, die sich über
mehrere Teilbilder erstrecken - so zu zoomen, dass der Algorithmus beim
Überschreiten der Auflösung des niedrigst aufgelösten Teilbildes selbständig
zusätzliche Bildinformation aus einem Teilbild höherer Auflösung integriert,
wenn ein solches Teilbild vorhanden ist.
c) Dies führt dazu, dass innerhalb eines gezoomten Bildes
Qualitätsunterschiede auftreten, je nachdem, ob Zusatzinformation vorhanden war.
Die dabei auftretenden Probleme sind zu diskutieren; eine prototypische
Lösung - z.B. "Blurring" der Grenzbereiche des informationsreicheren Segments -
ist zu realisieren.
Status: Eine Arbeit mit dem Ziel einer vereinfachenden
Basisimplementation wurde einem Kandidaten angeboten.
Wird sie realisiert, sind weitere Arbeiten, aufbauend auf dem durch diese
Arbeit Geleisteten oder parallel dazu, möglich. Der Schwerpunkt wird dann
vermutlich bei der Automatisierung der Synchronisation von Teilbildern liegen.
In einer ganzen Reihe von Anwendungen wäre es sinnvoll, diese
zweidimensionalen Bäume durch dreidimensionale Strukturen zu ersetzen, bei
denen die dritte Dimension z.B. Dateiversionen unterscheiden könnte. Vor allem
aber würde eine derartige Dreidimensionalität den verbreiteten XML Strukturen,
die ja auf einer Ebene ein beliebig häufiges Vorkommen namensgleicher Tags
erlauben, wesentlich bessere Bearbeitungsmöglichkeiten bieten.
Davon verallgemeinernd gibt es eine ganze Reihe nichthierarchischer,
netzwerkartiger Datenstrukturen, die derzeit zur Darstellung auf zwei
Dimensionen reduziert werden: Verwandtschaftsnetze, Darstellungen von
semantischen Beziehungen u.a.m. Alle diese könnten in einem dreidimensionalen
Raum als Navigationsinstrumente dienen.
Derartige Netze sind zudem sehr groß und enthalten oft zehntausende von
Knoten: Wünschenswert wäre daher eine Möglichkeit in Ihnen so zu navigieren,
dass nahegelegene Segmente des Netzes als Einzelknoten, ferner liegende jedoch
als mit steigender Entfernung immer stärker aggregierte Knoten dargestellt
werden, die Teilnetze zusammenfassen.
Für beide Bereiche - Navigation in dreidimensionalen Hierarchien, Navigation
in dynamisch aggregierten / deaggregierten Netzen - werden Klassen zur
GUI Programmierung gesucht.
Status: Unbearbeitet.
Es wäre naheliegend, als erstes eine Arbeit zu vergeben, die die
grundsätzliche Umsetzbarkeit heutiger zweidimensionaler GUI Bibliotheken in
dreidimensionale untersucht, die für den Einbau der beschriebenen Instrumente
Vorkehrungen treffen.
Die Frage nach der "Überlebensfähigkeit" digitaler Objekte - also die Frage,
welche Vorkehrungen zu treffen sind, damit z.B. ein heute gemachtes digitales
Photo auch noch im Jahre 'x' betrachtbar ist, wird heute meist
als eine der institutionellen Organisation betrachtet. Welche Infrastruktur
braucht eine große, meist national gedachte, Informationslandschaft, damit die
digitalen Objekte aktiv betreut und verwendbar gehalten werden. Dies schliesst
das Kopieren von physikalisch abbauenden Datenträgern auf Neue ebenso ein, wie
die Konversion von komplexen Beschreibungen der Dateinhalte.
Der Nachteil dieser Sichtweise ist, dass sie die ununterbrochene Existenz
einer aufwändigen nationalen Infratsruktur verlangen, auch über
massive Katastrophen hinweg, von denen aller Erfahrung nach zumindest einmal
pro Jahrhundert auszugehen ist.
Gelänge es, digitale Objekte so zu speichern, dass der für Ihre langfristige
Verfügbarbeit zu investierende "Betreuungsaufwand" minimiert wird,
stiege nicht nur die Wahrscheinlichkeit, dass sie zivilisatorische
Zusammenbrüche überleben: Die Kosten würden auch kurzfristig massiv sinken.
Für die Untersuchung dazu bestehender Möglichkeiten wurde eine Reihe von
Schritten definiert, die von der
Empfindlichkeit gegen den Verfall von Speichermedien ausgehend zu komplexeren
Problemen fortschreiten. Aufbauend auf diesen Schritten wurde eine Reihe von
Themen definiert, die prinzipiell
unabhängig voneinander bearbeitet werden können.
Status: Unbearbeitet.