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Allgemeine Ratschläge für Studienanfänger

Herzlich willkommen!

Wir würden uns freuen, Sie in einem der kommenden Semester als StudentIn der Informationsverarbeitung / Medieninformatk begrüssen zu können. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, hier einige der wichtigsten Informationen in Form von Fragen auf Antworten, wie sie typischerweise in Gesprächen mit späteren StudentInnen gestellt wurden. Da die beiden Studiengänge im Grundstudium aextrem nahe beieinander liegen, gilt das hier Gesagte für beide Studiengänge.
Vorab: Einen präziseren "offiziellen" Leitfaden finden Sie für das Magisterstudium Informationsverarbeitung hier und für den Diplomstudiengang Medienwissenschaften hier.
Zur Studienberatung der Universität kommen Sie hier.
Zur Fachschaft Informationsverarbeitung kommen Sie hier.

 

Was heißt / ist "Historisch-Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung"?

Die Informationsverarbeitung befaßt sich mit allen Fragen, die sich aus der Verwendung der modernen Informationstechnologien in den geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächern ergeben. Das sind einerseits technische Fragen, wie die Auseinandersetzung mit den Verfahren, die Softwaresystemen zu Grunde liegen, andererseits formale Fragen, wie die, wie "Information", wie sie in geisteswissenschaftlichen Fächern vorkommt, strukturiert und beschrieben werden muss, damit sie von Rechnern verarbeitet werden kann.
Wenn Ihnen das zu abstrakt scheint: Die Vorstellung einer "Informatik für Geisteswissenschaftler" ist zwar erklärungsbedürftig, aber ein recht guter Ausgangspunkt für das Verständnis des Faches.
Übrigens: Das mit der "Informatik" nehmen wir ernst. Wenn Sie Rechnern gegenüber Berührungsängste haben, ist das ein für Sie weniger geeignetes Fach.

 

Was ist der Unterschied zwischen der "sprachlichen" und der "historisch-kulturwissenschaftlichen" Informationsverarbeitung?

Die eben gegebene Beschreibung ist eigentlich nicht die der "historisch-kulturwissenschaftlichen Informationsverarbeitung", sondern die der "Informationsverarbeitung" an der Universität zu Köln insgesamt. Die beiden unterschiedlichen Spezialisierungen - Sie müssen sich für eine davon entscheiden - betonen einerseits unterschiedliche Verfahren, andererseits richten sie sich an den Bedürfnissen unterschiedlicher Disziplinen aus.
Die sprachliche Informationsverarbeitung konzentriert sich auf die Verfahren und Vorgehensweisen, die sich aus der Unterstützung sprachwissenschaftlicher Methoden durch die Rechnertechnologie ergeben. (Maschinelle Übersetzung, Computerlinguistik etc.) Dementsprechend ist ihr Studium besonders gut mit dem eines philologischen Faches kombinierbar.
Die historisch-kulturwisenschaftliche Informationsverarbeitung beschäftigt sich vor allem mit den Verfahren und Vorgehensweisen, die sich aus der rechnergestützten Verwaltung und Analyse von stark unterschiedlichen Materialien aus den eher nicht-sprachlichorientierten historischen Fächern ergeben. Sie betont daher die Beschäftigung mit Informationssystemen und Datenbanken, sowohl im WWW als auch unabhängig davon, und betont die Verarbeitung nichtsprachlichen Materials (Bilder, Landkarten) stärker. Sie bietet sich daher in erster Linie zur Kombination mit einem der nicht-sprachlichen Fächer an.
Wichtig! Das sind Faustregeln! Andere Kombinationen werden in vielen Fällen sinnvoll sein.
Wenn Sie sich nach dem bisher Gesagten eher für den "sprachlichen" Zweig interessieren finden Sie Informationen hier.

 

Und was heißt das konkret?

Das ist eine gefährlichere Frage, als Sie glauben. Wenn Sie wissen wollen, was Sie in der "historisch-kulturwissenschaftlichen" Informationsverarbeitung, ab jetzt HKI, in den allerersten Wochen und Monaten machen, dann werfen Sie mal einen Blick auf diesen Link.
Gefährlich ist der Rat aber deshalb, weil Sie dadurch glauben könnten, dass Sie sich im Wesentlichen mit "schönen" Dingen und dem schöpferischen Gestalten von Oberflächen beschäftigen werden. Die praktische Anwendung ist wichtig; zu verstehen, was im Hintergrund geschieht, wird aber viel mehr Ihrer Zeit in Anspruch nehmen ... und diese Lehrinhalte und Veranstaltungen sind schwerer zu illustrieren.

 

Wann muß ich mich zwischen den beiden Zweigen der Informationsverarbeitung entscheiden?

Prinzipiell relativ spät. Sie schreiben sich für ein Studium in "Informationsverarbeitung" ein und entscheiden rein theoretisch erst ab dem fünften oder sechsten Semester, in welchem der beiden Zweige Sie die abschliessenden Prüfungen machen werden. Beide Zweige sind bemüht, den Wechsel ggf. so einfach wie möglich zu machen; beachten Sie aber bitte, dass sich die Empfehlungen für den Aufbau des Grundstudiums sehr wohl unterscheiden.

 

Wie schwierig ist das Studium?

Um Mißverständnisse auszuschliessen: Die Ausfallsquote ist (leider) sehr hoch. Wenn Sie auf der Suche nach einem zweiten Nebenfach mit geringer Arbeitsbelastung sind, sind Informationsverarbeitung und HKI eine schlechte Wahl. Entspanntes Surfen im WWW ist keine akademische oder berufliche Qualifikation; Sie sollen Information nicht konsumieren, sondern lernen sie für andere zu produzieren, zu analysieren und zu präsentieren.
"Benutzerfreundlichkeit" mag ein wichtiges Prinzip in der Informationstechnologie sein; Sie sollen dieses Prinzip aber nicht genießen, sondern Systeme für andere benutzerfreundlich machen.
Kein, kein einfaches Studium, sondern ziemlich arbeitsintensiv.
Wenn Sie das akzeptieren, sollten Sie sich dann aber nicht weiter große Sorgen machen - sich einmal pro Woche vorzusagen, man werde ein Fach nicht schaffen, ist so ziemlich das beste bekannte Rezept, um im Studium zu scheitern. (Einmal pro Tag wirkt noch zuverlässiger.)

 

Was soll ich im ersten Semester machen?

Achtung! Hier unterscheiden sich die Empfehlungen zwischen der HKI und dem sprachlichen Zweig der Informationsverarbeitung!
Im Grundstudium, also dem ersten Abschnitt Ihres Studiums, sind für die Informationsverarbeitung drei zweisemestrige Lehrveranstaltungen zentral, die zusammen für nahezu alle Studienabbrüche verantwortlich sind:
  • Ein Proseminar. Dieses unterscheidet sich zwischen den beiden Zweigen, sie müssen also entweder ein Proseminar in HKI oder eines in sprachlicher Informationsverarbeitung besuchen.
  • Eine Übung "Softwaretechnologie". (Vereinfachend gesprochen: Ein Programmierkurs.) Zwei Programmiersprachen stehen zur Auswahl: C++ und Java. Grundsätzlich sind die Veranstaltungen tauschbar; für HKI wird C++ empfohlen, für die sprachliche Informationsverarbeitung Java.
  • Eine Übung "Basisinformationstechnologie". (Gleich für beide Zweige.)

 

Für HKI StudentInnen wird folgende Reihenfolge empfohlen:

  • Das Proseminar bringt Sie mit einer relativ breiten Palette von praktischen Kenntnissen in Berührung. Wenn Sie relativ wenig Rechnerkenntnisse haben, wird empfohlen, es so früh wie möglich zu besuchen. Der Besuch der "Softwaretechnologie" sollte Ihnen danach leichter fallen.
  • Die "Basisinformationstechnologie" vermittelt theoretische Kenntnisse. Sie sollten sie ebenfalls möglichst früh besuchen, ggf. gleichzeitig mit dem Proseminar.
  • Die "Softwaretechnologie" wird nach dem Proseminar empfohlen. Das ist nicht zwingend, die Geläufigkeit im Umgang mit dem Rechner wird hier jedoch noch deutlich stärker vorausgesetzt.

 

Anmerkung: Wenn Sie nicht absolut sicher sind, welche der beiden Spezialisierungen Sie anstreben ist es sinnvoll, wenn Sie sich einfach mal in beide Proseminare hineinsetzen und dann entscheiden.
Noch eine Anmerkung: Ja, Sie können alle drei Veranstaltungen parallel machen. Wenn Sie nicht wirklich schon extrem gute Vorkenntnisse haben und schon die letzten Jahre vor dem Abitur viel Zeit mit dem Rechner verbracht haben, ist das fast mit Sicherheit keine gute Idee.

 

Ich habe keine Ahnung von PCs. Kann ich das trotzdem studieren?

Ja. Aber.
Sie können Informationsverarbeitung ohne vorhergehende "PC Kenntnisse" studieren. Es wird aber erwartet, dass Sie vor der ersten HKI Veranstaltung "computer literate" sind, also jene Kenntnisse haben, die für den Einsatz des Rechners als normalem täglichen Gebrauchsgegenstand notwendig sind.

 

Das heißt insbesonders, dass wir voraussetzen, dass Sie:

  • In der Lage sind, mit einem Textverarbeitungsprogramm umzugehen.
  • Sich im WWW zurecht finden.
  • Mit e-mail umgehen können.

 

Wenn Sie diese Kenntnisse nicht haben, kann Sie die entstehende Verwirrung in den ersten Stunden (sie werden am Ende der ersten Stunde gebeten, eine Aufgabe zu bearbeiten und per e-mail einzureichen) relativ leicht ein ganzes Jahr kosten.
Das Rechenzentrum der Universität veranstaltet in den Ferien regelmässige (kostenlose) Kurse in diesen handwerklichen Fähigkeiten. Bitte nutzen Sie dieses Angebot ggf.!

 

Sie müssen übrigens für die Veranstaltungen Zugang zur e-mail haben. Die Universität bietet den StudentInnen diesen Zugang kostenlos. Wenn Sie bisher keinen Zugang zur e-mail haben melden Sie sich dort rechtzeitig an.

 

Ich bin ein richtiger PC Freak - muß ich trotzdem ins HKI Proseminar?

Ja.
Geniessen Sie es schlimmstenfalls, sich nur langweilen zu müssen, während Ihre KollegInnen kämpfen. In allen genannten Kernveranstaltungen herrscht Anwesenheitspflicht; was dort vorgetragen wird, ist Prüfungsstoff, und wir haben keine Lust dafür verantwortlich zu sein, dass Sie Ihre Kenntnisse überschätzt haben.

 

Was muss ich vor Beginn des Studiums gemacht haben?

Die unter "Ich habe keine Ahnung von PCs. Kann ich das trotzdem studieren?" beschriebenen Kenntnisse erwerben.

 

Was sollte ich vor Beginn des Studiums machen?

Stellen Sie Ihre Lektüre in den vorhergehenden Ferien auf englische Literatur um. 90 % der Fachliteratur oder mehr sind englisch.
Merke: Englisch zu können, ist keine Qualifikation; Englisch nicht zu können, disqualifiziert Sie.

 

Ich möchte schon vorher zu lesen beginnen, damit ich besser mitkomme.

Die Begleitmaterialien für die Lehrveranstaltungen der HKI sind für die Veranstaltungen des Grundstudiums grundsätzlich im WWW. Für die ersten Stunden ist dort Literatur angegegeben. (Von der Homepage aus über den Button "Lehre").
Achtung! Da die Veranstaltungsmaterialien jeweils für das laufende Semester überarbeitet werden, verschwinden die alten Fassungen jeweils um den ersten Oktober aus dem WWW.

 

Brauche ich einen PC?

Rein formal ist dies nicht vorgeschrieben, es besteht an der Universität grundsätzlich Zugang zu Arbeitsplatzrechnern.
Angesichts der materiellen Ausstattung der Universität können wir Ihnen aber nur dringend raten, sobald als möglich einen anzuschaffen. Und: Sie sollten gleichzeitig mindestens eine der gängigen Einführungen in den Umgang mit dem eigenen Rechner erwerben und lesen. Spätestens in der Softwaretechnologie kommen Sie wahrscheinlich nicht darum herum, auf Ihrem Rechner Programme zu installieren.